18.02.2014

Fachkräftemangel in ITK-Unternehmen – Projekte mit Interim-Managern besetzen

Der Beschäftigungsanstieg in der IT- und Telekommunikationsbranche (ITK) in Deutschland hält an: Rund zwei Drittel (63 Prozent) der Unternehmen wollen 2014 zusätzliches Personal einstellen, so das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage des Branchenverbands BITKOM. Doch der Wachstumsdrang wird gebremst: Viele Stellen können aufgrund des Fachkräftemangels nicht besetzt werden. Inzwischen spüren bereits 57 Prozent der Unternehmen negative Auswirkungen auf ihr Geschäft.

Durch die Nutzung des flexiblen Personalinstruments Interim-Management können Unternehmen diese Situation entschärfen und dafür sorgen, dass sich wichtige Projekte und unternehmerische Initiativen nicht unnötig verzögern. Die „Führungskräfte auf Zeit“ sind kurzfristig verfügbar, überbrücken Vakanzen und treiben Projekte voran, ohne dass es einer langen Einarbeitungszeit bedarf. „Interim-Manager sind Profis in ihrem jeweiligen Fachgebiet“, weiß Martin Franssen, Gründer und Geschäftsführer von interim-x.com, dem neuen Online-Marktplatz für Interim-Management. „In Deutschland gibt es inzwischen eine Vielzahl hochqualifizierter Interim-Manager mit Erfahrung in den unterschiedlichsten Funktionen, die Unternehmen bei Bedarf sofort unterstützen können – vom Top-Manager der obersten Führungsebene bis zum IT-Spezialisten für hochkomplexe, zeitlich definierte Projektaufträge“, sagt Franssen.

ITK-Branche gehört zu den Top-3-Einsatzbereichen für Interim-Manager

Interim-Management liegt im Trend. Die Dachgesellschaft Deutsches Interim Management (DDIM) prognostiziert der Branche auch in diesem Jahr einen deutlichen Marktzuwachs und erwartet eine Steigerung des Honorarvolumens um 15 Prozent von 1,2 Milliarden Euro in 2013 auf 1,4 Milliarden Euro. Ein neuer Rekordwert, der Martin Franssen nicht überrascht: „Der Einsatz von Interim-Managern hat sich in vielen Branchen bewährt und ist in Sachen Flexibilität und Effizienz zur festen Größe in den Planungen von HR-Abteilungen geworden.“

Im Branchenvergleich suchen ITK-Unternehmen mit am häufigsten die Unterstützung von Interim-Managern. Laut DDIM liegt die ITK-Branche mit acht Prozent auf Platz 3, nach den deutschen Traditionsbranchen Maschinenbau (20 Prozent) und Automobil (18 Prozent). Bei den Aufgabenbereichen dominieren nach wie vor die klassischen Themen Restrukturierung und Sanierung (20 Prozent), darauf folgen Projektmanagement (16 Prozent), Prozessoptimierung (15 Prozent) und Vakanzüberbrückung (15 Prozent).

Diese Entwicklung spiegelt sich auch auf interim-x.com wider. Der Online-Marktplatz verzeichnet eine wachsende Zahl von ITK-Unternehmen mit Bedarf an Führungskräften auf Zeit und vermehrt Interim-Manager mit ITK-Know-how. „Die Tendenz zu Projektausschreibungen, bei der neben klassischen Projektmanagementfähigkeiten auch technisches Wissen gefordert ist, steigt klar an. Bei vielen Themen, wie beispielsweise Big Data, ist die Kombination aus Business- und IT-Wissen unabdingbar. So erkennen immer mehr Spezialisten auch aus der ITK-Branche für sich die Chance, ihr Expertenwissen als Manager auf Zeit effizient in entsprechende Projekte einzubringen“, stellt Martin Franssen fest.

Umwälzungen in ITK-Branche erfordern mehr Flexibilität

Auch die durch den Trend zum Cloud Computing bedingten Umwälzungen in der ITK-Branche werden den Bedarf an Interim-Managern erhöhen. Durch den Umsatzausfall im traditionellen Geschäft sind die großen Hard- und Softwarehersteller zu Umorganisationen gezwungen. So werden zentrale Projekte künftig häufiger über flexible Beschäftigungsmodelle bedient. Dies gilt auch für Technologieberatungen, die für Projektteams fallweise die Unterstützung von spezialisierten Interim-Managern heranziehen.