07.11.2013 |  Studie

Studie von Experteer: Führungskräfte bevorzugen Direktansprache von Unternehmen

Active Sourcing wird für Unternehmen immer wichtiger: Fast alle wechselbereiten Führungskräfte möchten von Unternehmen kontaktiert werden. Die Personalabteilungen sind auf diesen Trend noch nicht ausreichend vorbereitet, zeigt eine Studie des Karrieredienstes Experteer.

96 Prozent der Führungskräfte erwarten, von Unternehmen aktiv auf offene Stellen angesprochen zu werden. In der Praxis spielt das Active Sourcing von Spitzenkandidaten jedoch noch eine untergeordnete Rolle in den Unternehmen. Laut der Experteer-Studie „Direktansprache von Spitzenkräften“ wurden bisher nur 38 Prozent der befragten Führungskräfte aktiv kontaktiert.

Online-Stellenanzeigen sind auch bei der Besetzung von Führungspositionen das bevorzugte Medium, so das Ergebnis der Studie. Die Direktansprache wird vorrangig für Positionen genutzt, die schnell oder schwer zu besetzen sind. Angesichts des zunehmenden Fach- und Führungskräftemangels und der veränderten Anforderungen auf Seiten der Kandidaten erwarten 78 Prozent der Umfrageteilnehmer künftig einen deutlichen höheren Stellenwert der Direktansprache. Die Direktansprache wird von den befragten HR-Managern als kostengünstige Variante betrachtet. Der zeitliche Aufwand verglichen mit andere Recruiting-Methoden wird jedoch als höher eingeschätzt.

Die Studie legt dar, welche Punkte bei der Direktansprache beachtet werden sollten. Kandidaten bevorzugen in der Regel den schriftlichen Kontakt und erwarten eine gezielte, persönliche Ansprache auf Augenhöhe. Wichtig sind zudem konkrete Informationen zur Aufgabe, zum Unternehmen und zu den weiteren Schritten. Aufgezeigt werden zudem rechtliche Aspekte, insbesondere im Hinblick auf das Thema Abwerbung. Für die Studie wurden 1.100 wechselbereite leitende Angestellte und Geschäftsführer befragt.

Weitere Informationen finden Sie unter http://recruiter.experteer.de/direktansprache.html.