19.02.2014 |  Markt

Studie: Interim Management-Markt in Deutschland 2013

Die Stimmung im Markt für Interim Management ist gut: Laut der jährlichen Studie von Ludwig Heuse wird der Markt in Deutschland in 2014 weiter wachsen. In 2013 haben sowohl die Auslastung als auch die Tagessätze erneut zugelegt.

Die Nachfrage nach Interim Management-Leistungen ist in 2013 weiter gestiegen. So lag die durchschnittliche Auslastung der Interim Manager in Deutschland bei 63,2 Prozent. Das bedeutet ein Anstieg von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotz dieser positiven Entwicklung konnte das Niveau der Jahre vor der Wirtschafts- und Finanzkrise noch nicht wieder erreicht werden. 2008 lag die Auslastung bei 74 Prozent. Die Entwicklung der durchschnittlichen Tagessätze auf etwa 960 Euro spiegelt die positive Entwicklung des Interim Management-Marktes in 2013 wieder.

Am häufigsten wurden Interim Manager in der Automobilbranche nachgefragt, auf die 16 Prozent der Einsätze entfielen. An zweiter Stelle liegt der Maschinen- und Anlagebau, auch wenn die Nutzung von Interim Management hier mit 12,4 Prozent erneut rückläufig ist. Mit jeweils gut über neun Prozent ebenfalls weit vorne liegen die Bereiche Informations- und Kommunikationstechnologie, Energie & Rohstoffe und Pharma & Healthcare.

Wie die Studie von Ludwig Heuse zeigt, ist der Einsatz von Interim Managern in Krisensituationen, etwa für Restrukturierungen und Sanierungen, erneut rückläufig. Der Anteil lag 2013 bei 26 Prozent. Im Gegensatz dazu werden Interim Manager immer häufiger für Projekte herangezogen, sei es für Wachstumsinitiativen, Qualitätsoffensiven oder Fertigungsoptimierungen. Über 30 Prozent der befragten Interim Manager hatten in 2013 eine entsprechende Position inne, verglichen mit 17,6 Prozent in 2012. Mit 15,6 Prozent lag die Überbrückung von Vakanzen an dritter Stelle.

Die meisten Interim Manager wurden 2013 in Vertriebsfunktionen eingesetzt. Der Anteil lag bei 17,3 Prozent. Danach folgen Interim Management-Mandate mit Gesamtverantwortung (12,9 Prozent) und Mandate im Finanz- und Rechnungswesen (10,3 Prozent).

Laut der Studie, für die 949 Interim Manager befragt wurden, kamen die meisten Interim Management-Projekte über Provider und das persönliche Netzwerk zustande. Berufliche Netzwerke wie Xing und LinkedIn werden künftig eine wichtigere Rolle spielen. Dazu Martin Franssen, Gründer und Geschäftsführer von interim-x.com: „Das Interim Management-Recruiting über das Internet wird weiter an Bedeutung gewinnen. Dass interim-x.com als Vertriebskanal in die Studie aufgenommen wurde, unterstreicht dies. Mit zwei Prozent nimmt interim-x.com in der Umfrage bisher noch einen vergleichsweise kleinen Anteil an. Wir sehen jedoch, dass unser Online-Marktplatz damit nach sehr kurzer Zeit in das Bewusstsein der Interim Management-Branche gerückt ist und bereits wenige Monate nach dem offiziellen Start für eine ganze Reihe von Interim Managern ein zusätzliches Instrument der Projektakquise geworden ist. Das bestätigen auch die stetig wachsenden Mitgliederzahlen auf unserer Plattform.“