26.11.2013 |  Events

Rückblick: DDIM International Interim Management Meeting 2013

Es ist viel in Bewegung in der Interim Management-Branche in Deutschland: Zunehmende Internationalisierung, neue Akquisitionskanäle und die wachsende Bedeutung von Qualitätsstandards waren nur einige der Themen, die die Teilnehmer des International Interim Management Meeting 2013 der DDIM beschäftigten.

Mehr als 250 Gäste fanden am 22. und 23.11.2013 den Weg nach Wiesbaden, um sich im Rahmen des diesjährigen DDIM-Branchentreffs zu aktuellen Trends und Entwicklungen im Interim Management auszutauschen.

Höhepunkt des IIMM-Netzwerkabends „10 Jahre DDIM“ war die Keynote „Social Enterprise – der kollektive IQ einer Organisation“ des Enterprise 2.0.-Experten Stephan Grabmeier. Der Geschäftsführer der Innovation Evangelists GmbH und ehemalige Leiter des Centers of Excellence Enterprise 2.0 der Deutschen Telekom AG zeigte auf, wie sich Unternehmen die Prinzipien des „Web 2.0“ zu eigen machen können, um den Anforderungen der globalisierten Märkte nach mehr Flexibilität und Dynamik Rechnung zu tragen.

Grabmeier gab wertvolle Impulse für die Interim Management-Branche, die traditionell eher von einer Einzelkämpfer-Mentalität geprägt ist. Er zeigte auf, welche Chancen die Prinzipien des „Social Enterprise“, das heißt offene Führungsstile, flexible Organisationen und interaktive Kommunikationsformen, für das Interim Management bieten. Soziale Netzwerke sollten als Möglichkeit genutzt werden, sich sichtbar und attraktiv am Markt zu positionieren, so Grabmeier.

Die zunehmende Bedeutung des Internets als zusätzlicher Akquisitionskanal zog sich wie ein roter Faden durch die Diskussionen des Abends. Interim Manager sehen sich häufig mit der Herausforderung konfrontiert, während eines Mandats ausreichend Zeit für die kontinuierliche Akquisition von Folgemandanten aufzubringen. Um mögliche Auslastungslücken so gering wie möglich zu halten, gewinnt die Vernetzung von Interim Managern und Unternehmen an Bedeutung. Dasselbe gilt für die gezielte Selbstvermarktung: Es wird zunehmend wichtiger, sich als Interim Manager als eigenständige Marke zu etablieren. Auch hier spielt das Web 2.0 eine zentrale Rolle. Einigkeit herrschte darüber, dass die Findbarkeit geeigneter Interim Manage für Unternehmen verbessert werden muss.

Dazu Martin Franssen, Gründer und Geschäftsführer von interim-x.com: „Es wurde deutlich, dass wir mit unserer neuen Plattform interim-x.com offenbar die Bedürfnisse der Interim Manager genau treffen. Der Markt für Interim Management wächst und erfordert augenscheinlich zusätzliche Wege der Akquisition. Dass wir mit unserem zentralen Marktplatz Interim Managern eine Plattform bieten, auf der sie sich zum einen professionell präsentieren können und sich zum anderen einen Überblick über Projekte verschaffen können, die ihnen vorher nicht zugänglich waren, wird sehr positiv aufgenommen. Interim Manager werden dank unserer Plattform besser von Unternehmen gefunden und profitieren von einer deutlich besseren Planbarkeit. Das wird als sehr vorteilhaft wahrgenommen.“

Die Workshops des International Interim Management Meeting beschäftigten sich unter anderem mit internationalen Märkten und rechtlichen Aspekten. Trotz der beachtlichen Wachstumsraten ist die Entwicklung des deutschen Marktes für Interim Management noch nicht so weit voran geschritten wie in den Niederlanden und in Großbritannien. Grenzüberschreitende Kooperationen und der Ausbau bestehender Netzwerke könnten einen zentralen Beitrag für die weitere Entwicklung leisten, so der Tenor. In Deutschland stehe vor allem die Aufgabe im Vordergrund, Interim Management noch bekannter zu machen und als unverzichtbares Instrument in den Personalabteilungen der Unternehmen zu etablieren.

Die Globalisierung der Märkte insgesamt bietet insbesondere Interim Managern mit juristischem Hintergrund gute Chancen, da Unternehmen durch internationale Verflechtungen zunehmend kurzfristigen Bedarf an Unterstützung bei rechtlichen Themen haben.