16.05.2014 |  Studie

Roland Berger Strategy Consultants: Führung in Familienunternehmen

Familienkonflikte und Probleme bei der Nachfolgeregelung können für Familienunternehmen existenzbedrohend sein. Die Öffnung gegenüber Fremdmanagement wird für Unternehmen in Familienhand daher immer bedeutsamer. Einer aktuellen Trendstudie von Roland Berger zufolge sind hybride Gesellschaftsformen, in denen Familiengeschäftsführer zusammen mit externen Managern das Ruder übernehmen, das Modell der Zukunft.

Kontinuität in der Führung, die optimale Einbindung der Familie und ein rechtzeitig eingeleiteter Nachfolgeprozess sind die wesentlichen Erfolgsfaktoren für Familienunternehmen, so die neue Studie „Führung in Familienunternehmen – Erfolgsfaktoren im magischen Dreieck“. Laut der Untersuchung, für die Roland Berger Strategy Consultants und die Anwaltssozietät Binz & Partner Inhaber und angestellte Geschäftsführer befragt haben, erkennen immer mehr Unternehmen, dass die Übertragung der Nachfolge an einen Fremdmanager erfolgversprechender sein kann als die Nachfolgesuche in der eigenen Familie.

Hybrides Geschäftsmodell am erfolgreichsten

Die besten Entwicklungschancen haben der Studie zufolge die Unternehmen, die auf eine hybride, balancierte Führung durch Familien- und Fremdmanagement setzen. Wichtig sei hierbei, von anderen Unternehmen zu lernen, jedoch ein individuelles Führungskonzept für sich zu entwickeln. In diesem Zusammenhang wurden drei verschiedene Führungstypen auf Seiten der Familienunternehmer identifiziert – Abstinenzler, Absolutisten und Optimisten. Während die Abstinenzler der Auffassung sind, dass Familienmitglieder nicht unbedingt operativ im Unternehmen tätig sein müssen, sondern eher im Aufsichtsrat oder Beirat, fordern die Absolutisten, dass an der obersten Führungsspitze stets ein Familienmitglied zu stehen hat. Die Optimisten sind der Meinung, dass Familienmitglieder jede Position im Unternehmen besetzen können, wenn sie die fachliche Qualifikation besitzen.

Neues Whitepaper von interim-x.com „Familienunternehmen und Interim Management“

„Internationalisierung, Diversifizierung, die Erschließung neuer Märkte – oftmals übersteigen die Anforderungen der immer komplexer werdenden Märkte die Erfahrung und die Ressourcen von familiengeführten Unternehmen“, erläutert Martin Franssen, Gründer und Geschäftsführer von interim-x.com. „Auf externe Manager zurückzugreifen, sei es in Form eines Fremdgeschäftsführers oder eines Interim Managers, wird daher für immer mehr Familienunternehmen eine Alternative. Interim Management ist ein erprobtes, flexibles Instrument, wenn es darum geht, bei komplexen unternehmerischen Herausforderungen vorübergehend zentrale Führungsaufgaben zu übernehmen. Der Einsatz eines erfahrenen Interim Managers, sowohl im Nachfolgeprozess als auch in Ausnahmesituationen wie Expansionsinitiativen oder Sanierung, kann wertvolle Unterstützung bieten.“

Wie Familienunternehmen das Instrument Interim Management in verschiedenen Phasen der Unternehmensentwicklung gewinnbringend für sich nutzen können und welche Chancen sich für Interim Manager bieten, zeigt das neue Whitepaper von interim-x.com „Familienunternehmen und Interim Management“. Dem Einsatz eines Interim Managers im Nachfolgeprozess sowie in Sonder- und Krisensituationen wird besonderes Augenmerk geschenkt. Was einen guten Interim Manager auszeichnet, auf welche Punkte bei der Auswahl und der Zusammenarbeit besonders zu achten ist und wie man den geeigneten Interim Manager findet, wird ebenfalls dargelegt.