14.02.2014 |  Markt

Recruiting Trends 2014: Fach- und Führungskräftemangel weiterhin Topthema

Nach der schwachen Entwicklung im Vorjahr kommt der deutsche Arbeitsmarkt wieder in Schwung. Für 2014 wird ein Beschäftigungsrekord erwartet. Doch die Suche nach qualifizierten Bewerbern bereitet den Unternehmen weiterhin Schwierigkeiten. Vor allem der Mittelstand befürchtet Umsatzeinbußen aufgrund fehlender Fachkräfte.

Die deutsche Wirtschaft wächst schneller als erwartet. Die gute konjunkturelle Entwicklung wirkt sich positiv auf den Arbeitsmarkt aus: In dem am Mittwoch verabschiedeten Jahreswirtschaftsbericht geht die Bundesregierung von 240.000 neuen Stellen aus. Insbesondere der Mittelstand plant, im laufenden Jahr wieder deutlich mehr zu investieren und die Belegschaft aufzustocken. Laut dem „Mittelstandsbarometer 2014“ der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young planen 28 Prozent der Unternehmen, zusätzliche Stellen zu schaffen. Damit erreicht die Beschäftigung in Deutschland ein Niveau wie zuletzt in 2011.

Auch wenn sich der Fachkräftemangel im Vergleich zum Vorjahr leicht abgeschwächt hat, haben viele Unternehmen nach wie vor Schwierigkeiten, passende Mitarbeiter zu finden. Jedes sechste Unternehmen kann aktuell offene Stellen aufgrund fehlender Bewerber nicht besetzen. Bei über der Hälfte der Unternehmen schlägt sich der Fachkräftemangel bereits in Umsatzeinbußen nieder.

Recruiting-Aktivitäten intensiviert

Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, intensivieren die meisten Unternehmen ihre Recruiting-Aktivitäten. Laut der neuen Studie „Recruiting Trends 2014“ des Karriereportals Monster sind Online-Stellenbörsen weiterhin der beliebteste und auch der erfolgreichste externe Recruiting-Kanal. Mehr als sieben von zehn Stellenanzeigen werden hier veröffentlicht und über ein Drittel der vakanten Stellen besetzt. 90 Prozent der Unternehmen setzen zusätzlich auf eine eigene Karriere-Webseite. Die Nutzung sozialer Netzwerke etabliert sich nur langsam: Zwar haben 65 Prozent der Unternehmen die Vorteile des Einsatzes von Social Media erkannt, doch erst ein Viertel hat eine explizite Strategie für das Social Media Recruiting entwickelt.

Der aktuellen „Social Media Reputation Analysis“ des HR-Dienstleisters ADP zufolge bleibt das Potenzial von HR-Seiten in sozialen Netzwerken bislang weitgehend ungenutzt. Am besten schneidet die Finanz- und Versicherungsbranche bei der Social Media-Nutzung ab, das Schlusslicht bilden IT- und Telekommunikationsunternehmen.

Insgesamt zugenommen hat die aktive Ansprache von Kandidaten. Zwar stehen die meisten Unternehmen hier noch am Anfang, doch besetzen laut “Active Sourcing Report 2013” von ICR immerhin 20 Prozent der Befragten bereits jede vierte Stelle über Active Sourcing.

Dazu Martin Franssen, Gründer und Geschäftsführer von interim-x.com: „Die aktive Ansprache von Kandidaten über Online-Netzwerke wird über alle Funktionen und Branchen hinweg zunehmen. Auf interim-x.com haben Unternehmen nicht nur die Gelegenheit, Projekte zu veröffentlichen. Sie können auf unserer Plattform auch nach exakt ihrem Anforderungsprofil entsprechenden Kandidaten suchen und diese direkt ansprechen. Dies ist eine effiziente Methode, sowohl um kurzfristige Vakanzen zu besetzen als auch für künftige Projekte Kontakte zu erstklassigen Kandidaten aufzubauen.“