21.02.2014 |  Studie

PwC und WIFU: Offenheit für externe Entscheider fördert Wachstum

Familienunternehmen, die ihre Gesellschafterstruktur für familienfremde Entscheider öffnen und sich veränderungsbereit zeigen, wachsen nachhaltiger und sind überdurchschnittlich erfolgreich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von PwC und dem Wittener Institut für Familienunternehmen.

Familienunternehmen sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft: 95 Prozent aller deutschen Unternehmen befinden sich in Familienhand und erwirtschaften über 40 Prozent aller Unternehmensumsätze in Deutschland. Die Mehrzahl der Unternehmen verzeichnete in den vergangenen fünf Jahren ein beachtliches Umsatz- und Beschäftigungswachstum. Dabei sind diejenigen Unternehmen besonders wachstumsstark, die sich durch eine überdurchschnittlich hohe unternehmerische Flexibilität auszeichnen.

Laut der Studie „Wachstumsmuster und Internationalisierung deutscher Familienunternehmen und Unternehmerfamilien“, die die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC zusammen mit dem Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) durchgeführt hat, sind Offenheit für externe Entscheider und Veränderungsbereitschaft wesentliche Erfolgsfaktoren. Insbesondere für die bei der Mehrheit der Unternehmen im Fokus stehende Internationalisierung sind neue Ideen, andere Perspektiven und Kenntnisse der relevanten Auslandsmärkte von zentraler Bedeutung. Diese Kompetenzen werden oftmals von der nachfolgenden Generation mitgebracht, so die PwC-Studie, für die 460 Unternehmen befragt wurden. Gleichzeitig zeigt sich jedoch, dass eine familienfremde Expertise positive Wachstumsimpulse setzen kann.

„Themen wie Nachfolgeregelung, Internationalisierung, aber auch Nachhaltigkeit und Governance stellen die Familienunternehmen in Deutschland vor neue Herausforderungen“, erläutert Martin Franssen, Gründer und Geschäftsführer von interim-x.com. „Um den Generationswechsel erfolgreich zu gestalten, kann als flankierende Maßnahme die vorübergehende Einbindung eines Interim Managers in die Geschäftsleitung ein effektiver Weg sein, das Unternehmen auf eine neue Gesellschafterstruktur vorzubereiten und wichtige Führungsaufgaben zu erfüllen, bis ein Nachfolger gefunden ist. Interim Manager mit entsprechender Erfahrung können durch ihren Blick von außen wertvolle Impulse für die weitere Unternehmensentwicklung liefern. Viele Familienunternehmen sind in den vergangenen Jahren sehr schnell gewachsen, so dass die Management-Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt werden müssen. Das kann im Rahmen einer interimistischen Lösung auch vorübergehend erfolgen, beispielsweise um neue Prozesse und Strukturen einzuführen und das weitere Wachstum durch den Einstieg in neue Märkte, Diversifikation oder die Erschließung neuer Absatzkanäle zu unterstützen.“