04.12.2013 |  Studie

Mercer-Studie: Unternehmen haben wenig Vertrauen in ihre Zielvereinbarungssysteme

Die wenigsten Unternehmen sind von der Wirksamkeit ihrer Performance Management-Systeme überzeugt. Nur drei Prozent der HR-Verantwortlichen weltweit sind der Meinung, dass ihre Prozesse zur Leistungsbeurteilung zur Wertsteigerung des Unternehmens beitragen. Zu diesem Ergebnis kommt der „Mercer 2013 Global Performance Management Survey“.

Wie die aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Mercer zeigt, sind die Ansprüche der Unternehmen an Performance Management-Systeme hoch, die Umsetzung bietet jedoch einiges Verbesserungspotenzial. 48 Prozent der Unternehmen sehen eine dringende Notwendigkeit, ihre Prozesse zu überarbeiten. In den vergangenen Jahren wurden kaum Anpassungen vorgenommen, obwohl 43 Prozent der Unternehmen entsprechenden Programmen eine hohe Bedeutung für die Leistungssteigerung ihrer Mitarbeiter beimessen.

In fast 90 Prozent der Unternehmen ist die Leistungsbeurteilung an die Vergütung gekoppelt. In 42 Prozent der Unternehmen funktioniert dies allerdings nicht optimal. Daher gehen immer mehr Unternehmen dazu über, Zielvereinbarungen und Bonuszahlungen voneinander zu trennen und die Leistungsbeurteilung in erster Linie für die Karriereentwicklung heranzuziehen.

Auf Basis der Befragung von HR-Managern aus mehr als 1.050 Unternehmen in 53 Ländern weltweit hat die Studie die wesentlichen Stellhebel für ein wirkungsvolles Performance Management identifiziert. An erster Stelle steht die Fähigkeit von Führungskräften, adäquate Ziele zu definieren, die Leistung ihrer Mitarbeiter zu beurteilen, effektive Performance-Gespräche zu führen und auf dieser Basis fundierte Talent Management-Entscheidungen zu treffen. Auch die Kalibrierung von Mitarbeitereinschätzungen und der Einsatz von Technologien werden als erfolgskritisch eingestuft. Unterstützende Technologien werden von 40 Prozent der Unternehmen genutzt.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.imercer.com/products/2013/performance.aspx.