24.04.2014 |  Studie

„Graduate Barometer 2014“: Automobilindustrie erstmals beliebteste Branche bei allen Absolventen

Zum ersten Mal seit fünf Jahren ist BMW der beliebteste Arbeitgeber für Absolventen aus wirtschaftswissenschaftlichen Fächern, dicht gefolgt von Audi, der bisherigen Nummer eins. Bei den Ingenieuren liegt Audi weiterhin vorn. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Barometerstudie des auf Employer Branding und Recruiting spezialisierten Forschungsinstituts trendence.

Die Automobilindustrie ist damit erstmalig bei allen Absolventen die beliebteste Branche. Der Hauptgrund für den Aufstieg von BMW ist die größere Beliebtheit des Autobauers bei Wirtschaftswissenschaftlerinnen. BMW habe beispielhaft gezeigt, wie Frauen für eine männlich dominierte Branche begeistert werden können, so die Studie „Graduate Barometer“, für die trendence jedes Jahr 35.000 abschlussnahe Studierende aus den Fächergruppen Business, Engineering, IT und Law befragt.

Schwierigkeiten bei der Rekrutierung des akademischen Nachwuchs, insbesondere des weiblichen, haben laut Deutschlands größter Absolventenstudie Banken und Wirtschaftsberatungen. Mit gezielten Employer Branding-Kampagnen können Unternehmen ihre Attraktivität deutlich steigern. trendence verweist dabei auf die Deutsche Bahn, die seit 2010 unter Absolventen der Wirtschaftswissenschaften von Platz 57 auf Platz 16 und bei angehenden Ingenieuren von Platz 28 auf Platz 13 der beliebtesten Arbeitgeber vorgerückt ist. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Die Gehaltserwartungen vor allem bei Bachelor-Absolventen sind deutlich gestiegen und liegen 8,5 Prozent über dem Vorjahr.

„BMW, Audi, Volkswagen, Porsche, Lufthansa – die Unternehmen, die die aktuelle trendence Barometerstudie als beliebteste Arbeitgeber identifiziert hat, haben eines gemeinsam: Sie betreiben erstklassiges Employer Branding“, erläutert Martin Franssen, Gründer und Geschäftsführer von interim-x.com. „Der Aufbau einer Arbeitgebermarke ist in Zeiten des Fachkräftemangels eine unverzichtbare Aufgabe, vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen, die oftmals Schwierigkeiten haben, offene Positionen zu besetzen. Damit diese im Wettbewerb um die besten Köpfe nicht ins Hintertreffen geraten, ist auch hier professionelles Employer Branding und Personalmarketing eine wichtige, strategische Aufgabe. Karriereperspektiven, ein attraktives Gehalt und Weiterbildungsmöglichkeiten sind ebenso bedeutsame Faktoren wie flexible Arbeitszeitmodelle, Betriebsklima und Unternehmenswerte.“