07.02.2014 |  Markt

Festanstellung, ein Auslaufmodell?

Immer mehr hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte gehen den Weg in die Selbständigkeit. Wie die Wirtschaftswoche in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, entscheiden sich die meisten nicht aus der Not für ein „berufliches Nomadenleben“, sondern aus wirtschaftlichem und sozialem Kalkül. Doch insbesondere die finanzielle Situation der Freiberuflichkeit sollte im Vorfeld gut durchkalkuliert sein.

In 2013 waren in Deutschland 1,23 Millionen Menschen selbständig, so ein Bericht der Bundesregierung. Zum Vergleich: In 2003 lag die Zahl der Freiberufler noch bei 783.000. Immer mehr Berufsgruppen wissen die Vorteile einer freiberuflichen Tätigkeit zu schätzen. Dazu zählen nicht mehr nur die klassischen freien Berufe wie Steuerberater, Anwälte und Ärzte, die nach Angaben des ITK-Branchenverbandes BITKOM gut 80.000 IT-Spezialisten und kreative Berufe wie Designer, Grafiker und Journalisten.

Die laut einer Schätzung der Dachgesellschaft Deutsches Interim Management e. V. (DDIM) 2013 in Deutschland tätigen 6.200 Interim Manager nehmen bislang einen eher geringen Anteil unter den Selbständigen ein. Dies wird sich jedoch in den kommenden Jahren ändern. Den Prognosen der DDIM zufolge soll sich die Zahl der Interim Manager bis 2023 mehr als verdoppeln auf 15.000.

Selbständigkeit gut kalkulieren – Unterstützung durch Honorar- und Akquisitions-Rechner

Der Weg in die Selbständigkeit will jedoch vor allem finanziell gut geplant sein. Bei der Umsatzplanung und der Kalkulation des Honorars müssen nicht nur die unterschiedlichsten Kostenelemente beachtet werden, sondern auch Zeiten ohne Aufträge und nicht fakturierbare Zeiten, die beispielsweise für die Projektakquisition oder administrative Aufgaben aufgewandt werden.

Über den Honorar-Rechner können Interim Manager berechnen, welches Brutto-Honorar sie erzielen müssen, um ihre laufenden Betriebskosten zu decken sowie ein adäquates Einkommen zu generieren. Ausgehend vom angestrebten Netto-Honorar und den wesentlichen Betriebskosten wie Versicherungsprämien, Beiträge zur Altersvorsorge, Telefon- und Kommunikationsleistungen und Bürokosten simuliert der Online-Rechner das Brutto-Honorar. Auf dieser Basis können Interim Manager dann errechnen, welche Stunden- und Tagessätze sie ansetzen sollten.

Während das Zusammenführen von Auftraggebern und Auftragssuchenden über digitale Plattformen in anderen Bereichen zum Standard gehört, ist dieses Personalinstrument im Interim Management-Markt neu. Der Marktplatz interim-x.com schließt diese Lücke und bietet Interim Managern und Unternehmen eine kostengünstige Alternative zur Vermittlung von Interim Management-Projekten über Provider. Über den Akquisitions-Rechner können Interim Manager ermitteln, wie hoch oder niedrig die Wahrscheinlichkeit und die Kosten sind, über einen Provider ein Projekt zu akquirieren.