19.02.2016 |  Markt

Die SPD möchte selbstständige Experten wie Interim Manager in Unternehmen verbieten. Was hat es damit auf sich?

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor besonders zu schützen. Vom derzeitigen Gesetzesvorhaben wäre aber auch eine sechsstellige Anzahl von selbstständigen Experten betroffen. Darum stößt Andrea Nahles, Generalsekretärin der SPD, mit Ihrem Gesetzesentwurf zur Regulierung von selbstständigen Beratern in Unternehmen derzeit auf starken Gegenwind. Die Allianz für selbständige Wissensarbeit (ADESW), die von großen Personalberatungsunternehmen gegen dieses Vorhaben gegründet wurde, warnt mit einer umfangreichen Kampagne vor den Folgen. Selbstständige Experten wie Interim Manager, die aus deutschen Unternehmen „verbannt“ werden, schaden der Innovationskraft und dem Wirtschaftsstandort Deutschland.

So bedroht die geplante Regulierung die Innovationskraft Deutschlands

Die Grundidee zum Gesetzesentwurf des BMAS wurde ursprünglich zur Bekämpfung des Missbrauchs von Werkverträgen im Niedriglohnsektor auf den Weg gebracht. Das Ziel ist, schutzbedürftige Angestellte, die in einer wirtschaftlichen oder persönlichen Abhängigkeit zum Unternehmen stehen, zu schützen. Mit der aktuellen Entwicklung des Vorschlags, der im Koalitionsvertrag der großen Koalition von CDU/CSU und SPD für die 18. Legislaturperiode auf Seite 49 beschrieben wird, schießt man aber leider über das Ziel hinaus. Hochqualifizierte selbstständige Experten und Wissensarbeiter würden dadurch stark benachteiligt werden. Dies hätte gravierende Folgen für den Innovationsstandort Deutschland zur Folge.

Durch die Regulierung der Dienstverträge von selbstständigen Experten wie Interim Managern und IT-Experten sollen diese zwangsweise unter den Schutz des Staates gestellt werden. Das ist für diese Spezialisten aufgrund des sehr guten Einkommen und der dadurch freibestimmten Entscheidung für eine Selbstständigkeit gar nicht notwendig. Dieser Gesetzesentwurf würde die Innovationskraft negativ beeinflussen, da Faktoren wie Arbeitsort, Dauer und Zeit starr festgelegt würden und die Flexibilität im Tätigkeitsfeld einschränken.

Interim Manager und Unternehmen müssen unbedingt handeln und verhindern, dass selbstständige Experten aus Unternehmen „verbannt“ werden. Ein solcher Schritt hätte fatale Folgen für die Branche. Die deutsche Wirtschaft ist auf diese Spezialisten ebenso angewiesen, wie die Gesellschaft. Selbstständige Berater sind für die Branche unentbehrlich, um auf dem globalen Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. 

Was können Sie als Interim-Manager bzw. Unternehmer dagegen tun?

Handeln Sie jetzt! Werden Sie aktiv gegen diesen fatalen Gesetzesentwurf. Schützen Sie die Innovationskraft und den Wirtschaftsstandort Deutschland. Unter www.experten-arbeit-retten.de können Sie die Abgeordneten und zuständigen Politiker in nur wenigen Minuten anschreiben und zum Handeln auffordern. Am 24.02.2016 findet im Rahmen eines Aktionsstages eine Proteststunde statt. 

Unterstützen Sie diese Kampagne, damit Unternehmen und hochqualifizierte Fachkräfte wie Interim Manager und IT-Experten unabhängig, flexibel und innovativ arbeiten können.