16.05.2014 |  Studie

„Deloitte CFO Survey 2014“ zeigt abgestuften Optimismus

Die positive Konjunktureinschätzung der CFOs in deutschen Unternehmen hat sich weiter verfestigt. Laut „Deloitte CFO Survey 2014“ zeigen sich auf Zwölfmonatssicht mehr als zwei Drittel optimistisch, was die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland angeht. Die Erwartungen für die allgemeine Geschäftsentwicklung sowie die Umsätze und Margen steigen ebenfalls noch einmal deutlich an, bleiben jedoch hinter den Konjunkturerwartungen zurück.

Trotz Eurokrise und der Situation in der Ukraine sind die Unsicherheiten im unternehmerischen Umfeld nach Ansicht der Finanzchefs deutlich zurückgegangen, so der „Deloitte CFO Survey 2014“. Grund dafür sind vor allem die positiven Konjunkturaussichten. 89 Prozent der CFOs zeigen sich bei der Konjunkturentwicklung in Deutschland optimistisch. Allerdings sieht nur die Hälfte der Befragten positive Wachstumsaussichten für das eigene Unternehmen. 69 Prozent erwarten ein hohes Umsatzwachstum, jedoch gehen nur 33 Prozent von steigenden operativen Margen aus.

Umsatzwachstum vor allem in Deutschland, China und USA

Ein Grund für die unterschiedliche Einschätzung der Konjunktur- und Geschäftsaussichten ist die Weltmarktorientierung der deutschen Unternehmen und die daraus resultierende Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung vieler Märkte. Neben Nachfragerisiken im In- und Ausland bergen hohe Energiepreise, steigende Lohnkosten und der Fachkräftemangel weitere Risiken. Beim erwarteten Umsatzwachstum nimmt Deutschland die Schlüsselrolle ein. Ein Drittel der CFOs erwartet zudem ein hohes Umsatzwachstum aus dem chinesischen Markt, gefolgt von den USA.

Laut der Studie, für die 143 CFOs deutscher Großunternehmen zu ihren Erwartungen zu makroökonomischen, unternehmensstrategischen und finanzwirtschaftlichen Themen befragt wurden, zeigen sich Unternehmen wieder investitionsbereiter. Der Schwerpunkt der Investitionen liegt in China und den USA. Die Inlandsinvestitionen konzentrieren sich auf die Ausweitung der Kapazitäten und Produktinnovationen.

Innovation und Kostenmanagement genießen höchste Priorität

Trotz der optimistischen Erwartungen bleiben die strategischen Prioritäten weitgehend unverändert. So liegt der Fokus der CFOs auch künftig auf einer Doppelstrategie aus Kostenmanagement und Innovation. Einen deutlich höheren Stellenwert als noch bei der letzten Umfrage im Herbst genießt das Thema M&A.

Eine weitere Erkenntnis der Studie: Die Rolle des CFO wird immer strategischer, und dient häufig als Sprungbrett für die Position des CEO. Die stärkere strategische Positionierung des CFO und des Finanzbereichs sowie das Zusammenwirken mit dem CEO entwickeln sich laut der Studie zum erfolgskritischen Faktor für Unternehmen.