30.01.2014 |  Markt

DDIM prognostiziert weiteres Marktwachstum für 2014

Der Markt für Interim Management befindet sich weiter auf Wachstumskurs. Das bestätigt die aktuelle Mitgliederbefragung der Dachgesellschaft Deutsches Interim Management e. V. (DDIM). Demnach soll das Honorarvolumen in 2014 um 15 Prozent zulegen auf 1,4 Milliarden Euro.

In 2013 hat der Markt für Interim Management mit einem Honorarvolumen von 1,2 Milliarden Euro erstmalig die Milliardenmarke überschritten. Die positiven Konjunkturaussichten und die zunehmende Etablierung von Interim Management als effizientes und flexibles HR-Instrument wird das Wachstum in 2014 weiter vorantreiben. Laut der Umfrage der DDIM wird sich auch die Auslastung von Interim Managern in 2014 weiter erhöhen, auf durchschnittlich 160 Tage gegenüber 155 Tagen im Vorjahr.

Die Tagessätze werden sich auf dem Niveau des Vorjahres bewegen und eine ähnliche hohe Bandbreite aufweisen. Die Befragten gehen von einem durchschnittlichen Honorar in Höhe von 1.150 Euro aus. Wie die Umfrage zeigt, werden immer mehr Interim Manager Funktionen in der ersten Führungsebene einnehmen oder die komplette Ergebnisverantwortung in Projekten tragen. Die Anzahl von Interim Managern in diesen Positionen wird im laufenden Jahr auf 7.000 steigen. 2013 waren es 6.200.

Differenziert nach Branchen liegt der Maschinenbau mit 20 Prozent auch in 2014 weiter ganz vorne, gefolgt von Automobil mit 18 Prozent und IT/Telekommunikation mit acht Prozent. Auch künftig werden Interim Manager laut DDIM vorrangig für Restrukturierungs- und Sanierungsaufgaben eingesetzt, der Anteil wird in 2014 auf 20 Prozent beziffert. Mit jeweils 15 Prozent gehören Prozessoptimierung und die Überbrückung von Vakanzen erneut zu den häufigsten Einsatzbereichen.

„Die Umfrageergebnisse zur Marktentwicklung in 2014 spiegeln sich in unseren Beobachtungen wider“, erläutert Martin Franssen, Gründer und Geschäftsführer von interim-x.com. „Sowohl der Maschinenbau als auch die Automobilindustrie haben die Wachstumsdelle verlassen und werden in 2014 wieder zulegen. Der Maschinenbau steht vor der Herausforderung, seinen Kompetenzvorsprung trotz des in dieser Branche besonders ausgeprägten Fach- und Führungskräftemangel zu wahren. Wir sehen besonderen Bedarf an Interim Managern mit Know-how aus Effizienzinitiativen in der Fertigung. Produktivitätssteigerungen werden auch in der Automobilindustrie 2014 über die Wettbewerbsfähigkeit bestimmen, dazu kommt die weitere Verschiebung der Wachstumsmärkte und daraus resultierend veränderte Kundenanforderung. International erfahrene Interim Manager mit fundierten Markt- und Branchenkenntnissen werden daher verstärkt nachgefragt werden. Darüber hinaus sehen wir einen zunehmenden Bedarf an Interim Managern im Private Equity-Umfeld.“