09.05.2014 |  Markt

Aktuelle AIMP-Providerumfrage: Marktvolumen stabil bei gut 2 Milliarden Euro

Der Arbeitskreis Interim Management Provider (AIMP) hat die Ergebnisse seiner jährlichen Umfrage zum Markt für Interim Management vorgestellt. Demnach hat sich das Marktvolumen in der Region Deutschland, Österreich und Schweiz in 2013 bei knapp 2,1 Milliarden Euro konsolidiert. Unternehmen griffen erneut hauptsächlich zur Überbrückung von Vakanzen auf die Unterstützung von Interim Managern zurück. Für gut ein Viertel der Unternehmen ist Interim Management immer noch eine unbekannte Größe.

Der Markt für Interim Management zeigte sich auch in 2013 erfreulich stabil, so die Ergebnisse der AIMP-Providerumfrage 2014. Zwar ging der Umsatz um vier Prozent zurück, lag jedoch immer noch deutlich über der Zwei-Milliarden-Euro-Marke. Die meisten Interim Management-Einsätze verzeichnen nach wie vor die „Königsbranchen“ der deutschen Industrie, das heißt Maschinenbau (18 Prozent), Automotive (14 Prozent), Chemie und Pharma (11 Prozent) sowie Telekommunikation (8 Prozent), wenngleich zum dritten Mal in Folge mit rückläufigen Tendenzen. Auf der anderen Seite entdecken jedoch immer mehr Branchen die Vorteile von Interim Management, so beispielsweise Verkehr und Logistik, Papier und Handel.

Vakanzüberbrückung weiterhin Hauptmotivation

Während in 2013 weniger Interim Manager im Projektgeschäft eingesetzt wurden, nahmen die Mandate mit Linienverantwortung in der ersten und zweiten Führungsebene auf 28 Prozent beziehungsweise 34 Prozent zu. Die Überbrückung von Vakanzen bleibt mit 34 Prozent weiterhin die Hauptmotivation für den Einsatz von Interim Managern, gefolgt von klassischer Projektarbeit mit 21 Prozent, Restrukturierung und Change Management mit jeweils 17 Prozent. Funktional wurden in 2013 mit einem Anteil von 19 Prozent am häufigsten Interim Manager im Bereich Personal nachgefragt. Der Anteil von Einsätzen von Interim Managern mit Finanzhintergrund und Erfahrung in der kaufmännischen Leitung lag bei 14 Prozent, der Anteil von Geschäftsführern mit Restrukturierungserfahrung bei 12 Prozent.

Den Ergebnissen des AIMP zufolge ist die Anzahl der Interim Manager in 2013 geringfügig gestiegen auf 14.266. Bei den Tagessätzen und der Auslastung wurden leichte Rückgänge verzeichnet auf 1.000 Euro beziehungsweise 145 Tage. Laut AIMP ist eine Preissensibilität bei den Auftraggebern zu beobachten. So erachten 29 Prozent der Unternehmen Interim Management als zu teuer. Zudem kennen 27 Prozent der Unternehmen Interim Management nicht. Bei den Prognosen zeigt sich der AIMP optimistisch. Für das laufende Jahr wird ein Wachstum von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet, in 2015 soll der Markt um elf Prozent wachsen.

interim-x.com kostengünstige Alternative

„Obwohl sich der Markt für Interim Management in 2013 erneut erfreulich stabil entwickelt hat und den Prognosen zufolge zügig wachsen wird, zeigt die Umfrage eines deutlich: Interim Management wird von vielen Unternehmen als zu kostspielig erachtet“, erläutert Martin Franssen, Gründer und Geschäftsführer von interim-x.com. „Zwar sind die Tagessätze im Durchschnitt etwas zurückgegangen, doch kommen im Einzelfall zusätzliche Kosten auf die rekrutierenden Unternehmen zu, insbesondere für Vermittlungsprovisionen. Diese sind für viele Unternehmen ein Hemmschuh. Der Marktplatz interim-x.com, der von brand eins Wissen kürzlich als einer der besten Dienstleister im Bereich Interim Management ausgezeichnet wurde, bietet dazu eine echte Alternative. Unternehmen zahlen bei interim-x.com lediglich eine vergleichsweise geringe Mitgliedsgebühr, was den finanziellen Aufwand zusätzlich zum Tagessatz transparent und überschaubar macht.“

Abweichende Markteinschätzungen

Interim Management ist ein Wachstumsmarkt, darüber sind sich die Experten einig. Dennoch weisen die Einschätzungen der Marktgröße und der Anzahl der Interim Manager immer wieder Unterschiede auf. So bezifferte die Dachgesellschaft Deutsches Interim Management (DDIM) das Marktvolumen für 2013 auf 1,2 Milliarden Euro, für 2014 auf 1,4 Milliarden Euro. Laut DDIM waren im vergangenen Jahr 6.200 Interim Manager in Deutschland beschäftigt, 2014 sollen es 7.000 sein.

Dazu Martin Franssen: „Die Unterschiede resultieren natürlich zum einen daraus, dass die DDIM den deutschen Markt betrachtet und die AIMP zusätzlich Österreich und die Schweiz einbezieht. Darüber hinaus basiert die Befragung der AIMP insgesamt auf einem deutlich größeren Teilnehmerkreis und definiert den Markt breiter. So werden auch Projekte in unteren Führungsebenen mit unterdurchschnittlichen Tagessätzen berücksichtigt. Dazu kommt die grundsätzliche Schwierigkeit, dass die Übergänge zwischen klassischen Interim Management-Projekten und umsetzungsorientierten Beratungsleistungen oftmals fließend sind. Es bleibt daher eine Herausforderung, noch aussagekräftigere Marktzahlen zu ermitteln.“